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Schweizer Wasserballverband: Projekte, Herausforderungen und Zukunft – das Interview mit Pasquale Di Mattia

Im Rahmen des Swiss Super Cup im Wasserball wohnte Pasquale Di Mattia, Redakteur von PassioneSport.tv, dem Event bei und hatte die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und Vertretern des Schweizer Wasserballverbands über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven zu sprechen. Das ausführliche Gespräch, das ursprünglich in Italien veröffentlicht wurde, bietet spannende Einblicke in die neuesten Entwicklungen und Visionen des Schweizer Wasserballs – und wir freuen uns, es in diesem Rahmen mit unserer Community zu teilen.

Anlässlich der Schweizer Supercup-Meisterschaft im Wasserball hatte unser Reporter die Gelegenheit, mit einigen Verantwortlichen des Schweizer Wasserballverbands zu sprechen – Zeugen und zugleich Wegbereiter einer stetig wachsenden Bewegung. Ein Beleg dafür ist bereits die Einführung des Supercups selbst, dem ersten seiner Art in der Geschichte des Schweizer Wasserballs.

Der eingeschlagene Weg des Verbandes ist jedoch nicht frei von Herausforderungen – insbesondere kultureller Art. Das Schweizer Volk ist traditionell eng mit den Wintersportarten verbunden, was sowohl auf die geografischen Gegebenheiten des Landes als auch auf eine tief verwurzelte Sportkultur zurückzuführen ist. Zudem erfreuen sich andere Sportarten wie Fussball einer stetig wachsenden Popularität – wie auch unsere eigene Nationalmannschaft schon mehrfach zu spüren bekam.

Trotz dieser Ausgangslage lässt sich der Schweizer Wasserballverband nicht entmutigen. Die Verantwortlichen arbeiten weiter entschlossen an der Entwicklung des Sports – auch unter den besonderen Bedingungen eines Landes, das von drei grossen Sprachregionen geprägt ist. Bereits vor einigen Jahren wurde eine Reduktion der Zahl ausländischer Spieler von vier auf zwei beschlossen, um die Förderung einheimischer Nachwuchsathleten zu stärken. Diese erhalten dadurch mehr Raum, sich sportlich weiterzuentwickeln und gleichzeitig von der Erfahrung internationaler Spieler zu profitieren, die – trotz ihres hohen Alters oder langer Karriere – noch immer auf einem beeindruckenden Niveau agieren.

Eine weitere bemerkenswerte Entscheidung, die im Hauptsitz von Swiss Aquatics in Worblaufen (bei Bern) getroffen wurde, betrifft die Einführung von zwei verschiedenen Meisterschaften: einerseits einer Liga, in der ausländische Spieler eingesetzt werden dürfen – wie es im modernen Wasserball üblich ist –, und andererseits einer rein einheimischen Liga, die ausschliesslich Schweizer Spielerinnen und Spielern vorbehalten ist.

Von grosser Bedeutung ist zudem die Einführung einer U16-Meisterschaft für Mädchen, sowie der historische Erfolg der Frauen-Nationalmannschaft, die sich erstmals für die Europameisterschaft in Portugal qualifiziert hat, welche vom 25. Januar bis 6. Februar stattfinden wird.

Über all diese Themen – und über vieles mehr – sprachen Tania Monti und Claudio Carminati.

Im Gespräch mit Claudio Carminati

Co-Direktor des Schweizer Wasserballverbands, ehemaliger Spitzensportler und langjähriger Funktionär des Vereins Lugano

Pasquale Di Mattia: Herr Carminati, als Co-Direktor des Schweizer Wasserballverbands – wie würden Sie den aktuellen Zustand des Schweizer Wasserballs beschreiben?

„Der Schweizer Wasserball befindet sich derzeit in einer Phase intensiver Dynamik, geprägt von wichtigen strukturellen und organisatorischen Veränderungen. In den letzten Monaten wurden verschiedene Initiativen eingeführt, die darauf abzielen, die technische Entwicklung des gesamten Systems – vom Nachwuchsbereich bis zu den Nationalmannschaften – zu fördern. Gleichzeitig wurden auch die wichtigsten administrativen Prozesse überarbeitet. Zu den bedeutendsten Beispielen zählen die Reform der Ligastrukturen und die Einführung des Supercups, ein völlig neues Ereignis in der Geschichte unseres Sports.“

Pasquale Di Mattia: Hat sich das Niveau des Schweizer Wasserballs in den letzten Jahren erhöht oder ist man im Wesentlichen auf einem semiamateurhaften Niveau geblieben?

„Wasserball ist eine Disziplin, die von Spielerinnen, Spielern und Trainern ein hohes Engagement erfordert – insbesondere hinsichtlich der Trainingsintensität –, ohne jedoch eine entsprechende finanzielle Entschädigung zu bieten. Mit Ausnahme einiger ausländischer Spieler können die meisten Athletinnen und Athleten den Sport nicht professionell betreiben. Das Leistungsniveau unserer Nationalmannschaften spiegelt das technische Niveau der Clubs wider. In den europäischen Ranglisten ist die Schweiz seit Jahren relativ stabil positioniert: Das Männerteam belegt aktuell Platz 21, während das Frauenteam auf Rang 18 liegt.
Erwähnenswert ist jedoch ein historischer Erfolg: Die Frauen-Elitenationalmannschaft hat erstmals die Qualifikationsphase überstanden und wird an der Endrunde der Europameisterschaft in Portugal teilnehmen, die vom 25. Januar bis 6. Februar 2026 stattfindet.“

Pasquale Di Mattia: Wie viel Aufmerksamkeit wird dem Nachwuchs geschenkt? Und angesichts der Tatsache, dass die Schweizer Bevölkerung traditionell stärker anderen Sportarten zugeneigt ist – etwa aufgrund kultureller oder geografischer Gegebenheiten –, wie schwierig ist es, in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen?

„Der Nachwuchsbereich ist eine der zentralen Säulen für die zukünftige Entwicklung unserer Sportart. Die Föderation misst der Nachwuchsförderung grosse Bedeutung bei und hat in den vergangenen Monaten eine Studie vorgestellt, die darauf abzielt, die Rekrutierungs- und Ausbildungsarbeit der Vereine gezielt zu fördern und zu unterstützen.“

Pasquale Di Mattia: Wie sind die verschiedenen Schweizer Meisterschaften strukturiert?

„Wie bereits erwähnt, wurden zu Beginn dieser neuen Saison bedeutende strukturelle Anpassungen vorgenommen – insbesondere im Männerbereich.
Es wurde eine Meisterschaft geschaffen, die ausschliesslich Schweizer Spielern vorbehalten ist, sowie parallel dazu eine Liga, in der ausländische Spieler zugelassen sind. Diese wurde neu organisiert, um die Wettbewerbsfähigkeit sowohl in der Nationalliga A (NLA) als auch in der Nationalliga B (NLB) zu erhöhen.
Im Damenbereich wurde erstmals eine U16-Meisterschaft eingeführt, während im Nachwuchsbereich Ligen von der U10 bis zur U18 aktiv sind.“

Pasquale Di Mattia: Wie schwierig ist es, insbesondere auf NLA-Niveau, eine Meisterschaft zu organisieren, in der Teams aus drei verschiedenen Sprachregionen aufeinandertreffen?

„Die Organisation einer NLA-Meisterschaft (vergleichbar mit der Serie A1) – oder auch anderer Ligen – mit Mannschaften aus drei Sprachregionen stellt keine gravierende operative Herausforderung dar. Die Schweiz verfügt über effiziente Infrastrukturen und in der Regel über kurze Distanzen, was die Logistik und Reisetätigkeit erheblich erleichtert.
Die grösste Herausforderung liegt daher nicht in der sprachlichen Vielfalt, sondern vielmehr in der Sicherstellung einer einheitlichen Kommunikation und Koordination zwischen Vereinen, Verband und Offiziellen.
Dies erfordert klare Prozesse, mehrsprachige Dokumentation und einen kontinuierlichen Austausch mit allen Beteiligten.
Zusammengefasst konzentrieren wir uns derzeit vor allem auf den Erhalt einheitlicher organisatorischer Standards und die Einführung von Systemen, die die Meisterschaft kohärent, wettbewerbsfähig und für alle Seiten gut zugänglich machen.“

Pasquale Di Mattia: Für eine aufstrebende Wasserballnation wie die Schweiz – orientiert man sich an Modellen aus Osteuropa, der ehemaligen Jugoslawien-Schule oder der lateinischen Tradition, oder verfolgt man die Idee eines eigenen Weges?

„Es ist aus vielen Gründen schwierig, das Modell eines anderen Landes eins zu eins zu übernehmen. Strukturelle, historische und kulturelle Unterschiede machen eine direkte Übertragung nahezu unmöglich.
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, erfolgreiche Modelle zu analysieren und daraus eine auf die Schweizer Realität zugeschnittene Lösung zu entwickeln.
Ich bin überzeugt, dass die Schweiz über ein grosses Wachstumspotenzial verfügt und dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Es gibt noch Bereiche, die weiter verfeinert werden müssen, aber es besteht allen Grund, optimistisch zu sein, dass wir in allen Bereichen gute Ergebnisse erzielen können.“

Im Gespräch mit Tania Monti

Kommunikationsverantwortliche Swiss Aquatics Water Polo

Pasquale Di Mattia: Wie würden Sie den Schweizer Wasserball insgesamt beschreiben?
„Der Schweizer Wasserball ist klein, aber sehr authentisch. Es ist eine Welt, die von Leidenschaft, Zugehörigkeit und persönlichem Engagement lebt. Wir haben vielleicht noch nicht die Strukturen oder die Tradition der grossen Wasserballnationen, aber eine engagierte Gemeinschaft, die mit Stolz und Ausdauer an der Zukunft dieses Sports arbeitet.“

Pasquale Di Mattia: Hat sich das Niveau in den letzten Jahren erhöht?
„Ja, die Messlatte liegt heute höher. Wir arbeiten daran, Wasserball in der Schweiz professioneller zu gestalten – technisch, organisatorisch und kommunikativ. Die Spielerinnen und Spieler sind besser ausgebildet, die Trainingssysteme moderner, und das Spielverständnis wächst. Natürlich hat das Ganze noch eine amateurhafte Komponente, aber die Richtung stimmt: mehr Struktur, mehr Anerkennung, mehr Sichtbarkeit.“

Pasquale Di Mattia: Sie waren auch Leiterin der Jugendabteilung des SC Kreuzlingen. Wie würden Sie diesen Verein beschreiben?
„Kreuzlingen ist ein echtes Vorbild für den Schweizer Wasserball: gut organisiert, mit klarer Philosophie und grossem Fokus auf die Nachwuchsarbeit. Es ist eine ambitionierte, aber sehr bodenständige Organisation – geprägt von Teamgeist, Disziplin und sportlicher Kultur.“

Pasquale Di Mattia: Wie schwierig ist es, junge Menschen für Wasserball zu begeistern, wo andere Sportarten populärer sind?
„Es ist eine Herausforderung, aber auch eine grosse Chance. Wasserball hat in der Schweiz enormes Potenzial. Wir arbeiten daran, ihn bekannter und zugänglicher zu machen – durch Schulprojekte, Vereinskooperationen und gezielte Nachwuchsprogramme. Es braucht Geduld und Kontinuität, aber das Interesse wächst spürbar.“

Pasquale Di Mattia: Was könnten Italien und die Schweiz voneinander lernen?
„Von Italien würde ich die sportliche Kultur, die Leidenschaft und die Fähigkeit mitnehmen, Wasserball zu einem echten Publikumsevent zu machen. Von der Schweiz hingegen die Organisation, Fairness und das Gleichgewicht zwischen Sport und Privatleben. Die Kombination dieser Werte könnte ein ideales Modell schaffen.“

Pasquale Di Mattia
Redaktion PassioneSport.tv

🇫🇷

Fédération Suisse de Water-Polo : projets, défis et avenir – l’interview de Pasquale Di Mattia

Dans le cadre du Swiss Super Cup de water-polo, Pasquale Di Mattia, rédacteur de PassioneSport.tv, a assisté à l’événement et a eu l’occasion d’échanger avec plusieurs représentantes et représentants de la Fédération suisse de water-polo sur les développements actuels et les perspectives d’avenir de ce sport. L’entretien complet, publié à l’origine en Italie, offre un aperçu captivant des dernières évolutions et des ambitions qui animent aujourd’hui le water-polo suisse – et nous sommes heureux de pouvoir le partager ici avec notre communauté.

À l’occasion de la Supercoupe suisse de water-polo, notre chroniqueur a eu le plaisir de rencontrer plusieurs responsables de la fédération helvétique — témoins et artisans d’un mouvement en pleine expansion. La création même de cette Supercoupe, la première de l’histoire du water-polo suisse, illustre cette dynamique positive.

Le chemin entrepris par la fédération suisse n’est toutefois pas sans difficultés, notamment d’ordre culturel. Le peuple suisse est profondément attaché aux sports d’hiver — une conséquence naturelle de la géographie du pays — mais aussi à des disciplines en forte croissance de popularité, comme le football. Malgré ces obstacles, le plus haut organe du water-polo suisse ne compte pas abandonner. L’un des défis particuliers réside également dans la gestion d’un pays aux trois grandes régions linguistiques, mais la fédération avance avec détermination.

Depuis quelques années, une réforme importante a été mise en place: la réduction du nombre de joueurs étrangers de quatre à deux, afin de favoriser le développement des athlètes issus des filières juniors. Ces jeunes bénéficient néanmoins de la possibilité d’apprendre au contact de joueurs étrangers expérimentés, capables de leur transmettre un savoir-faire de haut niveau.

Autre choix original du siège de Swiss Aquatics, situé à Worblaufen près de Berne : la mise en place de deux championnats distincts. L’un autorise la présence de joueurs étrangers, comme c’est le cas dans la plupart des ligues modernes, tandis que l’autre est entièrement réservé aux équipes suisses.
À noter également la création d’un championnat U16 féminin et la qualification historique de l’équipe nationale féminine pour les prochains Championnats d’Europe, qui se dérouleront au Portugal du 25 janvier au 6 février 2026.

Sur ces thèmes et bien d’autres, la Dre Tania Monti et le Dr Claudio Carminati ont accepté de s’exprimer.

Entretien avec le Dr Claudio Carminati

Co-directeur de la Fédération Suisse de Water-Polo, ancien joueur de haut niveau et ex-dirigeant du club de Lugano

Pasquale Di Mattia: En tant que co-directeur de la Fédération Suisse de Water-Polo, comment décririez-vous la situation actuelle du water-polo suisse ?
« Le water-polo suisse traverse actuellement une phase de grand dynamisme, marquée par des changements structurels et organisationnels importants. Plusieurs initiatives ont été introduites pour favoriser le développement technique du mouvement dans son ensemble — du secteur junior jusqu’aux équipes nationales. Parmi les avancées les plus marquantes figurent la réforme des structures de championnat et la création de la Supercoupe, un événement inédit pour notre sport. »

Pasquale Di Mattia: Le niveau du water-polo suisse s’est-il élevé ces dernières années, ou reste-t-il essentiellement un sport amateur ?
« Le water-polo exige un investissement considérable de la part des joueurs et des entraîneurs, sans pour autant offrir une rémunération équivalente. À l’exception de quelques étrangers, la majorité ne peut pas le pratiquer de manière professionnelle. Le niveau de nos sélections nationales reflète celui des clubs : sur la scène européenne, l’équipe masculine se situe actuellement à la 21ᵉ place, tandis que l’équipe féminine occupe la 18ᵉ. Il faut toutefois souligner un fait historique : notre équipe féminine élite s’est qualifiée pour la phase finale des Championnats d’Europe 2026 — une première. »

Pasquale Di Mattia: Quelle attention la fédération accorde-t-elle à la formation des jeunes, dans un pays où d’autres sports sont bien plus enracinés ?
« Le secteur junior est un pilier stratégique pour le futur de notre discipline. La fédération y consacre beaucoup d’attention et a récemment présenté aux clubs une étude destinée à soutenir leurs activités de recrutement et de formation. »

Pasquale Di Mattia: Comment sont structurés les différents championnats en Suisse ?
« À partir de cette saison, des changements structurels majeurs ont été introduits, notamment dans le championnat masculin. Nous avons désormais un championnat exclusivement réservé aux joueurs suisses, ainsi qu’un championnat ouvert aux étrangers, organisé de manière à renforcer la compétitivité, tant en NLA qu’en NLB. Côté féminin, un championnat U16 a été créé pour la première fois, tandis que les jeunes disposent de compétitions allant des U10 aux U18. »

Pasquale Di Mattia: Est-il difficile d’organiser un championnat national dans un pays aux trois principales langues ?
« Pas vraiment. La Suisse dispose d’infrastructures efficaces et de distances relativement courtes, ce qui facilite la logistique. La difficulté ne réside pas dans la langue, mais dans la nécessité d’assurer une communication cohérente et un bon niveau de coordination entre clubs, arbitres et fédération. Cela implique des processus clairs, une documentation multilingue et un dialogue constant. L’objectif est de garantir un championnat homogène, compétitif et accessible à tous. »

Pasquale Di Mattia: La Suisse cherche-t-elle à s’inspirer d’un modèle étranger – Europe de l’Est, ex-Yougoslavie, tradition latine – ou à construire son propre modèle ?
« Chaque pays a ses spécificités culturelles et structurelles. Copier un modèle étranger n’a pas de sens. Nous analysons les exemples de réussite pour construire un système adapté à notre réalité. La Suisse a un fort potentiel de développement et je suis convaincu que nous allons dans la bonne direction. Il reste du travail, mais les bases sont solides. »

Entretien avec la Dre Tania Monti

Responsable de la communication de Swiss Aquatics Water Polo

Pasquale Di Mattia: Comment définiriez-vous le mouvement du water-polo suisse ?
« Le water-polo suisse est un petit monde, mais profondément authentique. Il repose sur la passion, l’esprit d’appartenance et une forte motivation personnelle. Nous n’avons pas encore la structure ou la tradition des grandes nations du water-polo, mais nous avons une communauté engagée et fière, déterminée à bâtir un avenir durable et plus visible pour ce sport. »

Pasquale Di Mattia: Le niveau s’est-il élevé ces dernières années ?
« Oui, indéniablement. Nous travaillons à professionnaliser le water-polo suisse, pas seulement d’un point de vue technique, mais aussi organisationnel et médiatique. Les athlètes et les entraîneurs sont de mieux en mieux formés, la qualité du jeu s’améliore. Bien sûr, l’aspect amateur persiste, mais la direction est claire : une discipline plus structurée, reconnue et respectée. »

Pasquale Di Mattia: Vous avez également dirigé le secteur jeunesse du club de Kreuzlingen. Comment décririez-vous ce club ?
« Kreuzlingen est un club modèle pour le water-polo suisse : solide, structuré, avec une forte culture sportive. L’accent mis sur les jeunes, la rigueur du travail quotidien et la capacité à allier ambition et esprit d’équipe en font une référence nationale. »

Pasquale Di Mattia: Comment attirer les jeunes dans un pays où d’autres sports sont plus populaires ?
« C’est un défi, mais aussi une opportunité. Le water-polo a un potentiel énorme. Nous essayons de le rendre plus accessible et plus visible, notamment par des programmes scolaires et des partenariats avec les clubs. Cela demande de la patience et de la continuité, mais on voit déjà les résultats : de plus en plus de jeunes découvrent et apprécient ce sport. »

Pasquale Di Mattia: ue prendriez-vous de l’Italie pour améliorer le water-polo suisse, et inversement ?
« De l’Italie, j’apporterais la culture sportive, la mentalité compétitive et la capacité à transformer le water-polo en un véritable spectacle.
De la Suisse, j’exporterais l’esprit de coopération, l’équilibre entre sport et vie personnelle et le respect des rôles et des personnes. La combinaison de la rigueur suisse et de la passion italienne pourrait créer un modèle sportif idéal. »

Pasquale Di Mattia
Rédaction PassioneSport.tv

🇮🇹

Federazione Svizzera di Pallanuoto: progetti, sfide e futuro – l’intervista di Pasquale Di Mattia

In occasione della Swiss Super Cup di pallanuoto, Pasquale Di Mattia, redattore di PassioneSport.tv, ha assistito all’evento e ha avuto l’opportunità di dialogare con diversi rappresentanti della Federazione Svizzera di Pallanuoto sulle attuali evoluzioni e sulle prospettive future di questo sport. L’intervista completa, pubblicata originariamente in Italia, offre interessanti spunti sulle più recenti novità e sulle visioni che stanno plasmando il futuro della pallanuoto svizzera – e siamo lieti di condividerla qui con la nostra community.

«In occasione della Supercoppa svizzera di pallanuoto il vostro cronista ha avuto modo di incontrare alcuni dirigenti della federazione elvetica, testimoni e fautori di un movimento in continua crescita, come attesta l’ideazione della stessa Supercoppa, la prima nella storia della pallanuoto sivzzera. Il percorso intrapreso dalla federazione rossocrociata non è esente da difficoltà, soprattutto di natura culturale, essendo quello svizzero un popolo legato in modo quasi viscerale agli sport invernali, anche a causa della morfologia del territorio, nonchè a sport in prepotente aumento di popolarità quali il calcio, come la nostra nazionale ha purtroppo sperimentato in più occasioni, ma il massimo organo pallanotistico elvetico non intende demordere, nonostante le difficoltà connesse, fra l’altro anche alle caratteristiche di un paese compresso fra 3 macro-aree linguistiche, partendo, già da qualche anno, dalla riduzione del numero di stranieri da 4 a 2, allo scopo di favorire lo sviluppo degli atleti provenienti dai settori giovanili, i quali hanno comunque la possibilità di accrescere il loro bagaglio esperienziale e di accelerare il loro percorso di crescita, potendo vedere in azione atleti stranieri di grande esperienza internazionale ma non per questo finitio in fase calante. Altra scelta particolare operata nel palazzo di Worblaufen (dintorni di Berna), sede della Swiss Acquatics, è stata quella di far disputare in pratica due campionati, uno nel quale le squadre possono contare su atleti stranieri, cosa che avviene in pratica ovunque nella pallanuoto moderna, ma anche uno in cui le squadre partecipanti sono interamente autoctone. Di notevole rilevanza anche l’istituzione di un campionato under 16 per le ragazze, oltre al fatto che la stessa squadra nazionale femminile ha raggiunto un traguardo storico, la partecipazione ai prossimi Europei in Portogallo dal 25 gennaio al 6 febbraio prossimi. Di questo e di altro parlano la Dott.ssa Tania MONTI ed il Dott. Claudio CARMINATI.​

La parola a Claudio Carminati

Co-direttore della Federazione di Pallanuoto svizzera, con alle spalle una brillante carriera da agonista, oltre che da alto dirigente del Lugano.

Pasquale Di Mattia: In qualità di Co-direttore della Federazione Pallanuoto svizzera, come definirebbe il momento pallanotistico svizzero?

“Negli ultimi mesi la pallanuoto svizzera sta attraversando una fase di forte dinamismo, caratterizzata da cambiamenti importanti sia sul piano strutturale sia su quello gestionale. Sono state introdotte diverse iniziative mirate a favorire la crescita tecnica dell’intero movimento, dal settore giovanile fino alle squadre nazionali, oltre a una revisione complessiva dei principali processi organizzativi. Tra gli esempi più significativi figurano la riforma delle strutture dei campionati e la realizzazione della Supercup, un evento assolutamente inedito per la nostra pallanuoto.

Pasquale Di Mattia: Nella pallanuoto elvetica si è registrato in questi anni un innalzamento dell’asticella oppure si è cercato di rimanere in un ambito essenzialmente dopolavoristico?

“La pallanuoto è una disciplina che richiede ad atleti e allenatori un impegno importante in termini di numero di allenamenti, senza tuttavia offrire una remunerazione proporzionata. Fatta eccezione per alcuni giocatori stranieri, la maggior parte non può praticarla in modo professionistica. Il posizionamento delle nostre Nazionali riflette il livello tecnico dei club. Nei ranking europei rimane da anni relativamente stabile: attualmente la selezione maschile occupa il 21° posto, mentre quella femminile il 18°. Va però sottolineato che la Nazionale Élite femminile ha raggiunto un traguardo storico: per la prima volta ha superato la fase di qualificazione e parteciperà alla fase finale dei Campionati Europei in Portogallo, in programma dal 25 gennaio al 6 febbraio 2026.”

Pasquale Di Mattia: Quanta attenzione viene dedicata ai settori giovanili e, atteso che probabilmente il popolo svizzero tende verso altri sport, vuoi per tradizione vuoi per caratteristiche del territorio, quanto è difficile procedere in questo senso?

“Il settore giovanile rappresenta un asse strategico per lo sviluppo futuro della nostra disciplina. La Federazione attribuisce grande rilevanza a questo ambito e a questo proposito nei mesi scorsi ha presentato ai club uno studio mirato a incentivare e supportare le loro attività di reclutamento.”

Pasquale Di Mattia: Come sono strutturati i vari campionati svizzeri?

“Come avevo menzionato, a partire da questa nuova stagione agonistica sono stati introdotti interventi strutturali di rilievo, in particolare nel settore maschile. È stato istituito un campionato riservato esclusivamente a giocatori svizzeri e, parallelamente, un campionato che consente la partecipazione di atleti stranieri, riorganizzato in modo più articolato per incrementarne il livello di competitività, sia in NLA sia in NLB. Sul versante femminile per la prima volta è stato costituito un campionato U16, mentre per il settore giovanile sono attivi i campionati dalle categorie U10 fino alla U18.”

Pasquale Di Mattia: Quanto è difficile organizzare, almeno a livello di A1, un campionato con squadre appartenenti a 3 macro aree linguistiche così differenti?

“L’organizzazione di un campionato di NLA (serie A1), ma anche tutti gli altri, che coinvolge squadre appartenenti a tre diverse aree linguistiche non presenta difficoltà operative significative. La Svizzera dispone di infrastrutture efficienti e, in generale, collegamenti rapidi, con distanze non molto diverse da altre nazioni, elementi che facilitano la gestione degli spostamenti e delle attività logistiche. La complessità non risiede quindi nella dimensione linguistica, ma piuttosto nella necessità di garantire uniformità comunicativa e coordinamento tra club, federazione e ufficiali di gara. Questo richiede processi chiari, documentazione multilingue e un’interazione costante con le società per assicurare un allineamento completo. In sintesi, la sfida principale su cui ci stiamo concentrando non è la diversità linguistica in sé, bensì il mantenimento di standard organizzativi omogenei e l’implementazione di sistemi che rendano il campionato coerente, competitivo e facilmente fruibile per tutte le parti coinvolte.”

Pasquale Di Mattia: Per una pallanuoto in crescita come quella elvetica, si punta a modelli di pallanuoto dell’Est Europa, dell’ex Jugoslavia, della scuola latina oppure si persegue l’idea di un modello autoctono?

“Per molte ragioni risulta complesso replicare in un Paese esattamente il modello adottato da un altro. Differenze strutturali, storiche e culturali rendono difficile una trasposizione diretta. La vera sfida consiste nell’analizzare i modelli di successo e, a partire da essi, elaborare una soluzione che risponda alle specificità del nostro contesto. Sono convinto che la Svizzera disponga di un ampio potenziale di crescita e che il percorso intrapreso sia nella direzione corretta. Rimangono comunque diversi ambiti da affinare, ma vi è motivo di essere fiduciosi sulla possibilità di ottenere buoni risultati in tutti gli ambiti.”

La parola a Tania Monti

Responsabile Comunicazione Swiss Aquatics Water Polo

Pasquale Di Mattia: Tania Monti, in qualità di responsabile della comunicazione della Federazione Elvetica di Pallanuoto, come definirebbe il movimento pallanotistico svizzero?

“Il movimento della pallanuoto svizzera è piccolo ma estremamente autentico. È un mondo che si basa sulla passione pura, sul senso di appartenenza e su una forte motivazione personale. Non abbiamo ancora la struttura o la tradizione dei grandi Paesi pallanotistici, ma abbiamo una comunità che lavora con dedizione e orgoglio, pronta a crescere e a costruire un futuro più visibile e sostenibile per questo sport nel nostro Paese”.

Pasquale Di Mattia: Nella pallanuoto svizzera si è registrato in questi anni un aumento dell’asticella oppure si è cercato di rimanere in un ambito essenzialmente dopolavoristico?

“Negli ultimi anni, l’asticella si è sicuramente alzata. Stiamo lavorando per rendere la pallanuoto più professionale, non solo dal punto di vista tecnico, ma anche organizzativo e comunicativo. Gli atleti e gli allenatori sono sempre più preparati, si guarda con maggiore attenzione alla formazione e alla qualità del gioco. Certo, la dimensione “amatoriale” esiste ancora, ma la direzione è chiara: vogliamo una pallanuoto svizzera più strutturata, riconosciuta e rispettata.”

Pasquale Di Mattia: Lei era anche Responsabile della sezione giovanile della pallanuoto del Kreuzlingen: come definirebbe il Kreuzlingen stesso come società e come squadra?

“Il Kreuzlingen è una società modello per la pallanuoto svizzera. È una realtà solida, con una lunga tradizione e una cultura sportiva molto radicata. L’attenzione verso i giovani, la serietà nel lavoro quotidiano e la capacità di coniugare ambizione e spirito di gruppo fanno del Kreuzlingen un punto di riferimento per tutto il movimento. Come squadra, è competitiva e organizzata, ma soprattutto unita da un forte senso di identità.”

Pasquale Di Mattia: Quanta attenzione viene dedicata ai settori giovanili e, atteso che probabilmente il popolo svizzero tende verso altri sport, vuoi per tradizione vuoi per caratteristiche del territorio, quanto è difficile procedere in questo senso?

“Il lavoro con i giovani è la chiave per il futuro. È sicuramente una sfida, perché in Svizzera ci sono molti altri sport più radicati nella cultura popolare, ma la pallanuoto ha un potenziale straordinario. Stiamo cercando di renderla più accessibile, più visibile e più coinvolgente, anche attraverso progetti scolastici e collaborazioni con i club. Servono pazienza e continuità, ma i risultati si vedono: ci sono sempre più ragazze e ragazzi che scoprono e si innamorano di questo sport.”

Pasquale Di Mattia: Cosa porterebbe dall’Italia per la pallanuoto svizzera e cosa dalla pallanuoto svizzera impianterebbe in Italia?

“Dall’Italia porterei la cultura sportiva, la mentalità competitiva e la capacità di trasformare la pallanuoto in uno spettacolo che coinvolge il pubblico. L’Italia ha una tradizione e una scuola tecnica straordinarie, da cui c’è sempre da imparare.

Dalla Svizzera invece porterei la capacità di cooperare, la correttezza sportiva e la gestione equilibrata tra sport e vita personale. Qui c’è un grande rispetto per i ruoli, per i tempi e per le persone – un approccio che, se unito alla passione e alla creatività italiana, potrebbe creare un modello sportivo ideale.”


Pasquale Di Mattia
PassioneSport.tv

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